Flandern genehmigt neues Förderpaket für freiwillige Gemeindefusionen

Die flämische Regierung hat ein neues Förderpaket beschlossen, um freiwillige Fusionen zwischen Gemeinden zu fördern.
Im Rahmen des Programms übernimmt die Regierung bis zu 16 Millionen Euro Schulden fusionierter Gemeinden – bei einem Zusammenschluss von drei oder mehr Gemeinden steigt dieser Betrag auf 20 Millionen Euro. Zudem erhalten die Gemeinden einen Zuschuss von 1 Million Euro zur Deckung von Übergangskosten wie IT-Umstellungen oder Personalveränderungen. Für jeden weiteren Fusionspartner kommen zusätzlich 250.000 Euro hinzu.
Die Höhe des Schuldenerlasses richtet sich nach der Größe der neuen Gemeinde. Bei Fusionen, die Gemeinden mit bis zu 20.000 Einwohnern entstehen lassen, gibt es 300 Euro pro Einwohner; bei Gemeinden mit 30.000 bis 40.000 Einwohnern steigt der Betrag auf 500 Euro pro Einwohner. Bei größeren Gemeinden sinkt die Unterstützung wieder, da die Regierung hier von einer höheren finanziellen Leistungsfähigkeit ausgeht.
Die flämische Innenministerin Hilde Crevits betonte, dass Fusionen weiterhin freiwillig bleiben. Frühere Zusammenschlüsse hätten gezeigt, dass größere Gemeinden Effizienz und Dienstleistungen verbessern und kleineren Gemeinden helfen könnten, finanziellen und demografischen Druck zu bewältigen.
#FlandersNewsService | Hilde Crevits © BELGA PHOTO NICOLAS MAETERLINCK